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Veranstaltungen

Europäischer Tag des Denkmals

Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt

Am Europäischen Tag des Denkmals wird auch dieses Jahr in Basel (und schweizweit) ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm angeboten. Mit von der Partie ist auch die Archäologische Bodenforschung.

Samstag 9.9.2017
Führungen jeweils 11, 14 und 15.30 Uhr (Dauer ca. 45 Min.)
Nähere Informationen: Programmzeitung (Basel) und auf der Webseite der NIKE (Schweiz)

Unsere Tipps:

Letzte Ruhe: Spitalgottesacker und Quartierfriedhof St. Johann

Über 2500 Menschen fanden von 1845 bis 1868 ihre letzte Ruhe auf dem Spitalgottesacker des Basler Bürgerspitals beim heutigen St. Johanns-Park. Viele davon waren in der Zeit der Frühindustrialisierung nach Basel gezogen. Dank der überlieferten Krankenakten und eines Sterberegisters im Staatsarchiv Basel-Stadt konnte ein Grossteil der hier Bestatteten namentlich identifiziert werden. Dieses Zusammenspiel von schriftlichen, archäologischen und knöchernen Quellen ermöglicht einmalige Einblicke in die Lebensbedingungen von Personen der Unter- und Mittelschicht.
Ganz in der Nähe lag der Quartierfriedhof St. Johann. Er diente ab 1787 im Gegensatz zum Spitalgottesacker ausschliesslich als Begräbnisplatz für die Stadtbürger, die im Bann der St. Peters-Gemeinde wohnten. 2015 boten  archäologische Untersuchungen in den beiden einstigen Friedhofsbereichen interessante Einblicke ins Friedhofswesen der Neuzeit.

Treffpunkt: um 11, 14 und 15.30 Uhr, Café «myyDing», St. Johanns-Park 1
Keine Anmeldung erforderlich

Führung: Andreas Niederhäuser und Susan Steiner, Archäologische Bodenforschung

Archäologische Spurensuche: Funde und Fundstellen hinter den Fassaden

Der Treffpunkt ist die Scharnierstelle zwischen der Innenstadt mit ihren Stadtbefestigungen und der inneren St. Johanns-Vorstadt. In allen Bereichen der langgezogenen Vorstadt finden sich Spuren aus ihrer Frühzeit, denn es gibt kein zwiebelförmiges Wachstum vom einen Ende zum andern. Gräber gibt es nicht nur im Friedhof neben der Predigerkirche (Totentanz): Auch zur Römerzeit lag hier schon ein Gräberfeld. Die Häuser an der steilen Rheinhalde haben ihre eigene frühe Geschichte. Von besonderem Interesse ist das Haus der Vorstadtgesellschaft zur Mägd, in dessen Nähe sich die Antoniter niedergelassen hatten, und wo auch ein Münzschatz gefunden wurde. Die äussere Vorstadt ist trotz längst verschwundener namengebender Johanniterkomturei mit Stadttor, Thomasturm, Spitalfriedhof und zwei vor der Stadt liegenden Gebäuden des 13. und 18. Jahrhunderts nicht minder bedeutsam.

Treffpunkt: um 11, 14 und 15.30 Uhr, Ecke Blumenrain 25 / Petersgraben 1, bei der Rabatte – Keine Anmeldung erforderlich

Führung: Christoph Matt, Archäologe

Datum & Zeit

Sa. 09. September 2017

ganztägig

Veranstaltungsort

St. Johann