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Veranstaltungen

Ausstellung „Basel, 1855 n. Chr. Am Rande der Gesellschaft“

Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt

Eine Begleitausstellung zur Rettungsgrabung im ehemaligen Spitalfriedhof St. Johann

Im St. Johanns-Park wird zurzeit durch die IWB eine Hochtemperaturleitung gebaut, die vom Kraftwerk Volta zum Universitätsspital führt. Das Areal diente von 1845 bis 1868 dem Basler Bürgerspital als "Spitalgottesacker". In der aktuellen Ausgrabung werden voraussichtlich zwischen 50 und 70 Gräber aus den Jahren 1855 bis 1866 freigelegt werden. Bereits 1988/89 musste im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Parks eine Rettungsgrabung durchgeführt werden, bei der 1061 Skelette archäologisch und anthropologisch untersucht und dokumentiert worden sind.

Dank der überlieferten Krankenakten und eines Sterberegisters im Staatsarchiv Basel-Stadt konnten 80 Prozent aller hier Bestatteten namentlich identifiziert werden. Dieses Zusammenspiel von schriftlichen und "knöchernen" Quellen führt zu einer einmaligen Forschungssituation. Zum einen können anthropologische Methoden überprüft und weiterentwickelt werden. Zum andern ermöglicht sie Einblicke in individuelle Schicksale und führt zu neuen Erkenntnissen über die Lebensbedingungen von Angehörigen der Basler Unterschicht, einem bisher wenig beleuchtetem Kapitel der Basler Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Im Aussenbereich des Pavillons geben vier Tafeln Einblicke in die schwierigen Lebensbedingungen von Angehörigen der Basler Unterschicht im 19. Jahrhundert. Im Foyer des Pavillons erhalten Sie auf sechs Stelen vertiefende Informationen zur Geschichte des Bürgerspitals, des Friedhofareals, der Ausgrabungen, des damit verbundenen Forschungspotentials und der Bedeutung der Skelette und Krankenakten für die Basler Stadtgeschichte.

Datum & Zeit

19. März 2015 11:00 Uhr -
30. April 2015 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Im Foyer und vor dem Pavillon im St. Johanns-Park (beim Kaffeehaus Jonny Parker)