Alamannische Gräber in Kleinhüningen

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Die alamannischen Gräber in Kleinhüningen werden dokumentiert.

Der Ausgräber befreit ein Skelett von der Erde. Zoom

Der Ausgräber befreit ein Skelett von der Erde.

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Der Topf enthielt ein Stück Fleisch als Wegzehrung fürs Jenseits.

Ein neu entdecktes Grab. Zoom

Ein neu entdecktes Grab.

Wo graben wir?

Die baubegleitenden archäologischen Untersuchungen finden in Kleinhüningen statt.

Warum graben wir?

Wegen der geplanten Tramverlängerung nach Weil am Rhein werden zur Zeit Leitungen im Boden erneuert. Ab Anfang 2010 werden die neuen Tramgleise verlegt.

Was erwarten wir?

Die neue Tramlinie verläuft durch ein alamannisches Gräberfeld des 5. bis 7. Jahrhunderts. Seit dessen Entdeckung im Jahr 1852 wurden schon über 250 Gräber untersucht. Nun war damit zu rechnen, dass vor allem in den tief reichenden Werkleitungsgräben weitere Bestattungen zum Vorschein kommen.

Bisherige Resultate der Ausgrabung:

Seit Beginn der Bauarbeiten wurden bis jetzt gegen 25 neue Gräber freigelegt. Es handelte sich ausschliesslich um Erdbestattungen. Bei den meisten Skeletten wurden keine Beigaben oder Trachtbestandteile gefunden. Nicht selten waren solche oft wertvollen Objekte wahrscheinlich schon vor langer Zeit von Grabräubern entwendet worden. In einzelnen Fällen hatten die Archäologen dennoch Glück. So kamen u.a. Gürtelschnallen, Ohrringe und Fibeln (Kleiderverschlüsse) ans Tageslicht. In einem Grab lag gar ein ganzer Topf mit Tierknochen darin. Vermutlich wurde dem Verstorbenen damit eine Wegzehrung für die Reise ins Jenseits mitgegeben.
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Wie lange graben wir?

Die baubegleitenden Untersuchungen laufen voraussichtlich bis 2010.

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Literatur

Unter Uns – Archäologie in Basel. Hrsg. Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt und Historisches Museum Basel, Basel 2008, 241; 262–267.

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